Gebrannte Mandeln mit Vanille, Zimt, Amaretto & Cayennepfeffer


Ich gebe es zu: Ich bin wirklich keine leidenschaftliche Backfee. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich keine süßen Naschereien mag. Keine Schokolade, selten Plätzchen oder gar Dessert.

Doch da gibt es eine süße Verführung in der Vorweihnachtszeit, der ich wirklich nicht widerstehen kann: Gebrannte Mandeln. Nicht unbedingt diese klebrig-süßen Teilchen, die auf dem Weihnachtsmarkt angeboten werden. Auch hier mag ich´s eher pikant. Ich greife lieber zu gebrannten Mandeln im Lakritz- oder Chilimäntelchen.

Ihr müsst jedoch nicht extra auf den Weihnachtsmarkt tigern, um diese Leckereien zu genießen.

Schnappt euch fix eine beschichtete Pfanne, eine Packung Mandeln, (Vanille-)  Zucker und ein paar Gewürze. In weniger als 30 Minuten duftet eure Küche herrlich weihnachtlich und ihr seid ab sofort garantiert süchtig nach der selbst gemachten, gebrannten Steinfrucht.

Probiert doch einfach mein Lieblingsrezept aus.

Zutaten:

  • 200g ganze, ungeschälte Mandeln
  • 3 Päckchen (je 80g) Bio Bourbon Vanille-Zucker
  • 50 g Bio Rohrohrzucker
  • 40 ml Wasser
  • 1 EL Zimt
  • je nach Gusto Cayennepfeffer: Ich verwende ca. ½ Teelöffel
  • 4 großzügige Schluck Amaretto

Zubereitung:

Eine beschichtete Pfanne heiß werden lassen. Zucker, Vanillezucker, Zimt, Cayennepfeffer, Wasser, Amaretto zusammen aufkochen lassen. Anschließend die Mandeln hinzugeben und unter stetigem Rühren kochen lassen. Nach ungefähr 5-8 Minuten beginnt der Zucker zu trocknen. Die Pfanne vom Herd nehmen und immer weiterrühren! Bis der Zucker wieder flüssig wird, karamellisiert und die gebrannten Mandeln leicht glänzen.

FullSizeRender-2Die heiße Masse wird nun ganz fix auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geschüttet. Sofort müssen die gebrannten Manden mit zwei Löffeln voneinander getrennt werden, da ansonsten nur ein trauriger Mandel-Zucker-Klumpen auf dem Blech zurückbleiben würde.

Auf dem Backblech vollständig abkühlen lassen und dann: GENIESSEN!

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Übrigens ist solch ein Mitbringsel als Nascherei zum Fest auch bei Freunden und der Familie äusserst begehrt.

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Gurke küsst Chili & Sesam

An solch heißen Tagen liebe ich Salate und kalte Speisen. Immer wieder greife ich dabei gern auf mein Lieblingsrezept zurück: Scharfer Gurkensalat mit geröstetem Sesam und rotem Basilikum. Geht ganz fix und schmeckt himmlisch!

Zutaten (für 1 Person):

  • 1 Minigurke
  • aus dem Asia-Shop: je zwei bis drei gute Spritzer Chiliöl, Sesamöl und Reisessig
  • Cayennepfeffer
  • 1 Esslöffel Gomasio (Sesamsalz)
  • Meersalz
  • Pfeffer aus der Pfeffermühle
  • 1 TL Agavendicksaft
  • Sesam
  • 8-9 Blätter roter Basilikum

Zubereitung:

Die Minigurke waschen. In Scheiben oder Würfel schneiden. Chiliöl, Sesamöl, Reisessig sowie die Gewürze und den Agavendicksaft hinzufügen. Abschmecken und vielleicht nachwürzen. Sesam in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und über den Gurkensalat geben. Abschließend mit Basilikum garnieren.

Stellt den Salat für eine Stunde in den Kühlschrank und genießt die scharfen Gurken bei einem Picknick oder zum Grillgemüse.

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Traumhafte Guacamole mit Cocktailtomaten, Koriander und Minze

Sommer. Sonne. Leckere Gemüsespieße und marinierter Tofu liegen auf dem Grill.
Was gibt´s Schöneres?

Eine traumhaft pikante Guacamole macht einen lauen Sommerabend mit guten Freunden und Grillgemüse für mich perfekt. Jeder hat da sicher ein Lieblingsrezept. Ich verrate euch nun gern meine Lieblingsvariante:

Zutaten:

  • 4-5 überreife Avocados
  • 6 EL frischgepresster Limettensaft (2 Bio-Limetten)
  • 1-2 Schalotten, feingehackt
  • 2-3 reife Cocktailtomaten, in Würfel geschnitten
  • frischer, feingehackter Koriander nach Belieben (ich nehme 2 Handvoll)
  • frische, feingehackte Minze nach Belieben (7-8 Blätter)
  • 1 rote Chilischote, feingehackt
  • 1 guter Spritzer Agavendicksaft
  • 2 TL Meersalz
  • frischer, bunter Pfeffer aus der Pfeffermühle
  • einen Hauch frischen Knoblauch

Zubereitung:

Avocados mit dem Messer längs halbieren. Den Kern und anschließend das Avocadofleisch mit einem Löffel herauslösen. Das Avocadofleisch in eine Schüssel geben und mit einer Gabel grob zerdrücken. Anschließend alle Zutaten hinzufügen und vermengen. Abdecken und einige Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Mit Ciabatta, Tortillachips, Grillgemüse oder Chili sin Carne und einem gekühltem Weißburgunder servieren. Himmlisch.

Guacamole

Polenta und Pesto – einfach ein perfektes Paar!

Ob zum Grillgemüse oder Sommersalat – gebratene Polenta schmeckt wunderbar dazu. Die Beilage aus Maisgrieß ist fix gemacht und obendrein cholesterinarm sowie glutenfrei.

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Zutaten:

  • 125 g Polenta (Maisgrieß)
  • 500 ml Wasser
  • 1 TL Meersalz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Gewürze: Muskatnuss, Fenchel, Oregano, Paprika, Cayennepfeffer
  • 1 Messerspitze fein abgeriebene Schale von einer unbehandelten Zitrone

 Zubereitung:

Wasser und Salz aufkochen. Die Polenta langsam hineingeben und unter ständigem Rühren bei schwacher Hitze so lange köcheln lassen, bis ein fester Brei entsteht. Alle restlichen Gewürze nach Belieben hinzufügen. Die Polenta auf Backpapier glattstreichen und im Backpapier zu einer Rolle fest einrollen. Anschließend ungefähr 30 Minuten abkühlen lassen.

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Nun den Polentateig in gleichmäßige, ungefähr 1 cm dicke Scheiben schneiden – dabei das Messer öfter mit Wasser befeuchten. In einer beschichteten Pfanne beidseitig mit etwas heißem (gutem) Olivenöl goldbraun braten.

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Bei mir kommt keine Polenta ohne selbstgemachtes Basilikumpesto auf den Tisch.

Und auch dieser aromatische Aufstrich ist schnell gemacht:

Zutaten:

  • 100 g frisches Bio-Basilikum
  • ungefähr eine 1/2 Tasse Sonnenblumenkerne
  • 5-6 getrocknete Tomaten
  • 1 TL Meersalz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • ½ TL Agavendicksaft
  • optional: 1 Msp. fein abgeriebene Schale von einer unbehandelten Zitrone

Zubereitung:

Das Meersalz in einem Mörser fein zerstoßen. Basilikum abspülen, mit Küchenkrepp trocken tupfen und die Blätter von den Stielen zupfen. Basilikum, Sonnenblumenkerne, getrocknete Tomaten, Agavendicksaft, Zitronenabrieb und Öl in einem Mixer fein pürieren. Oftmals füge ich weniger Öl als angegeben hinzu, da ich die herrlich aromatische Paste auch gern als Brotaufstrich verwende.

Das fertige Pesto in ein sauberes Weckglas füllen. Etwas Olivenöl hinzufügen, so dass die Oberfläche mit Öl bedeckt ist. Das Glas fest verschließen und im Kühlschrank lagern.

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Polenta mit Pesto genieße ich am liebsten als schmackhaften Snack für den kleinen Hunger zwischendurch oder als Beilage zu ZucchininudelnAuberginen-Ragout oder Avocado-Tomatensalat. Ragout und Nudeln würze ich beim Andünsten ebenso mit der Basilikumpaste. Etwas Meersalz und frischer Pfeffer aus der Mühle runden das leichte Sommergericht perfekt ab. Ein wahrlich traumhafter Sommergenuss!

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Getrocknete Tomaten

Zutaten:

  • 1kg Cocktailtomaten
  • 3-4 EL Weißwein
  • 3-4 EL Balsamico Bianco
  • 3-4 EL gutes, mildes Olivenöl
  • frischer Thymian
  • frische Minze
  • einen Hauch vom frischen Knoblauch
  • Zimt
  • Pfeffer
  • reichlich grobes Meersalz

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… und so könnt ihr wunderbare “eingelegte”, getrocknete Tomaten herstellen: 

Den Backofen auf 100 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Tomaten waschen, halbieren oder vierteln und mit der Schale nach unten auf ein Blech mit Backpapier geben.

Ich liebe den süß-aromatischen Geschmack der kleinen Cocktailtomaten und habe deshalb die Kerne nicht entfernt. Auch der Strunk durfte bleiben. Bei größeren Tomatensorten wäre es ratsam, Strunk und Kerne zu entfernen. Großzügig mit Meersalz bestreuen und bei 100 Grad 3 Stunden im Backofen trocknen lassen.

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Anschließend werden die Tomaten ordentlich gepfeffert und mit Weißwein, Balsamico Bianco, frischem Thymian, gehackter Minze, Zimt und einen Hauch Knoblauch verfeinert. Dann die Tomaten für weitere zwei Stunden im Ofen trocknen lassen.

Tipp: Lasst die Backofentür einen Spalt geöffnet und klemmt einen Kochlöffel zwischen die Tür, damit die Feuchtigkeit abziehen kann. Die genaue Backdauer hängt von der Größe und der Saftigkeit der Tomaten ab.

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Ich mag meine getrockneten Tomaten etwas knusprig, ledrig und mit einer leichten „Restsaftigkeit“ der Kerne. Ihr könnt die Tomaten für einen herzhaften “Krosseffekt” aber gern noch etwas länger trocknen.

Luftdicht verschlossenen im Glas bleiben die getrockneten Tomaten im Kühlschrank bis zu 7 Monate haltbar und verfeinern Pastasaucen, Salate oder können auch einfach als wunderbarer Snack zum krossen Baguette genossen werden.

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IMG_5936Tipp: Ich habe nur wenig Olivenöl verwendet. Gebt einen großen Schuss gutes Olivenöl ins Einweckglas, um die getrockneten Tomaten abschließend einzulegen.

Ich bin wirklich verliebt in dieses Rezept. Übrigens wurden Tomaten in Frankreich früher auch liebevoll “pommes d’amour” genannt. Wegen einer angeblich aphrodisischen Wirkung. Passt doch wunderbar, oder?

Frühlingszeit ist vegane Weinzeit

Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen keck durch die Wolkendecke blinzeln, verspüre ich Lust auf einen feinen Tropfen Wein. Geht es euch auch so?

Dann habe ich sieben wunderbare VEGANE Weinempfehlungen für euch. Erhältlich in einem gut sortierten Weinfachhandel. In Berlin etwa bei der Weinhandlung Suff.

www.weingut-sinss.de (Nahe)

www.jansonbernhard.de (Pfalz, Bio)

www.borelldiehl.de (Pfalz)

www.josten-klein.com (Ahr)

www.zalwander.de (Baden)

www.weingut-knebel.de (Mosel)

www.frey-weine.de (Baden)

Tipp: Hättet ihr es gewusst? Weine sind nicht grundsätzlich vegan! 

Die Rebensäfte werden nicht immer rein “pflanzlich” geschönt bzw. geklärt. Dieser Hinweis ist für Veganer sicherlich wichtig. Gelatine, Fischblase, Milchpulver oder Hühnereiweiß werden traditionell als Klärungsmittel bei Wein, Sekt aber auch Säften eingesetzt, um die unerwünschten Trübstoffe herauszufiltern und Bitterstoffe zu neutralisieren. Diese Zutaten werden im weiteren Verarbeitungsprozess wieder herausgefiltert.

Die Weinerzeugung basiert grundsätzlich auf der Vergärung von Trauben. Wein oder auch Most ist ursprünglich ein veganes Ausgangsprodukt. Zur Schönung bzw. Klärung veganer Weine sind lediglich vegetabile, mineralische Quellen wie Aktivkohle, natürliche Mineralerde (Betonit) oder pflanzliche Gelatine zugelassen.

Eine Bezugsquelle in Berlin:

Weinhandlung Suff

Adresse Oranienstraße 200, 10999 Berlin

Telefon (030) 614 2148
Mail suff[at]suffberlin.de

www.suffberlin.de

Montag bis Freitag 13:00 – 19:30 Uhr
Samstag 11:00 – 17:00 Uhr

Wein

Ein kulinarischer Ausflug aufs Weingut Schloss Wackerbarth

„Erlesen bodenständig“: Sächsische Weine und vegane Köstlichkeiten

Äußerst charmant beschreibt der Kellermeister Jürgen Aumüller des Sächsischen Staatsweinguts Schloss Wackerbarth das einzigartige Ensemble am Rande Radebeuls – dem Herzstück der Sächsischen Weinstraße: „Schloss Wackerbarth ist eine Cuvée aus barocker Gartenanlage, Weinberglandschaft und moderner Wein- und Sektmanufaktur. Eine immer wieder aufs Neue beeindruckende Symphonie aus Landschaft, Kultur, Architektur, Technik, Geschichte und natürlich nicht zuletzt unseren erlesenen Weinen und Sekten.“ Ein Erlebnis eben. Und so erklärt sich unter anderem der Namenszusatz: Schloss Wackerbarth – Europas erstes Erlebnisweingut.

„Das trifft es in der Tat“, denke ich mir, als ich die imposante Anlage, rund 10 Kilometer von Dresden entfernt, betrete. Schloss Wackerbarth ist ein erhabener Ort mit über 400-jähriger Weintradition. Schon der Hof August des Starken feierte hier rauschende Feste. Man kann es ihm nicht verdenken: Die Schlossanlage mit den pittoresken Weinbergterrassen und dem sagenumwobenen Lustschlösschen Belvedere, hoch über der Stadt, bot bereits im 17. Jahrhundert ein angemessenes Ambiente für rauschende Feste. Heutzutage fallen die Feierlichkeiten und Tagungen, die hier organisiert werden, etwas gediegener aus. An Attraktivität hat das Gut aufgrund aufwendiger und detailverliebter Sanierungen, insbesondere nach der Wendezeit, nichts eingebüßt.

Von den 13 deutschen Weinregionen gehört Sachsen zu den kleinsten Anbaugebieten und ist zudem die nordöstlichste Bewirtschaftung Europas. Das Weinbaugebiet erstreckt sich heute entlang der Elbe von Pirna über Dresden bis hin zum Elbweindorf Diesbar-Seußlitz, das nordwestlich von Meißen liegt.

Sächsische Gelassenheit und kulinarische Raffinessen im Gasthaus

Mein Rundgang führte mich ins Restaurant von Schloss Wackerbarth. Das Küchenteam um Chefkoch Mirko Pfuhland verarbeitet ausschließlich marktfrische, saisonale Produkte. Wann immer möglich, stammen diese aus der Region. Bodenständig-sächsische Kompositionen, verfeinert durch mediterrane Einflüsse, offeriert die Menükarte. http://www.schloss-wackerbarth.de/deutsch/unser-gasthaus/speisekarte. Weine aus dem hauseigenen Weinkeller runden die Gerichte harmonisch ab. Preislich siedelt sich die Speisekarte im guten Mittelfeld an. Das Gourmet-Magazin DER FEINSCHMECKER zählt die Lokalität zu den 800 besten Restaurants in Deutschland und bewertet sie mit 1,5 F.

Schloss Wackerbarth ist nicht nur Europas erstes Erlebnisweingut, sondern auch die zweitälteste Sektkellerei Deutschland. Entsprechend wurde als Aperitif ein Glas Sekt „August der Starke“ gereicht. Eine Cuvée aus den Rebsorten Riesling, Kerner, Weiß- und Grauburgunder sowie Elbling, gereift nach klassischer Flaschengärung. Die Klassische Flaschengärung – auch „Méthode champenoise“ genannt – ist die Urpraktik der Sektherstellung. Hierbei erfolgt die zweite alkoholische Gärung des edlen „Verschnitts“ aus den verschiedenen Rebsorten in der Flasche. Der Sekt ruht und reift mehrere Monate auf seiner Hefe im dunklen und kühlen Keller. Anschließend wird er vier Wochen lang von Hand gerüttelt. So entfaltet sich das fruchtige Bouquet und die feine Perlage.

Fruchtiger Riesling verführt zarte Gräupchen und süßen Dinkel

Monatlich wechselnde vegetarische Gerichte haben sich einen permanenten Platz auf der Karte erobert. Und auch Veganer können unbesorgt im Gasthaus einkehren. Als Entreé servierte mir der überaus zuvorkommende Restaurantleiter einen veganen Gräupcheneintopf (9.50 €). Als Weinbegleitung wählte ich einen 2012er Riesling Kabinett trocken. Eine fantastische Wahl, denn das fruchtige, mineralische und doch zurückgenommene Bouquet des trockenen Weißweins harmonierte wunderbar mit der kräftigen Würze des Eintopfs. Das Graupensüppchen mit Karotten-, Lauch-, Sellerieeinlage und Schnittlauch, übrigens ein typisch sächsisches Gericht, war köstlich. Eine einfache, leichte Vorspeise. Auf jeden Fall probieren: das hausgebackene, knusprige und leicht süßliche Dinkelbrot.

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Hausgeräucherter Tofu badet in Scheurebe und küsst Rosenkohl und Radieschen

Ein im Weinteig gebackener Tofu an sautierter Trüffelkartoffel mit Sojaschäumchen bildete meinen Hauptgang. Radieschensprossen und Rosenkohlragout, mit einem Hauch Muskat und Zitrus verfeinert, verliehen dem Gericht eine angenehm pikante Note. Der Tofu in Bioqualität wird vor dem Panieren im hauseigenen Ofen schonend geräuchert. Das Raucharoma schmeckte angenehm mild. Für den goldgelben, veganen Weinteig wurde indes derselbe Wein verwendet, der sich passend zum Gericht auch auf der Karte als Empfehlung wiederfindet.

Ich muss gestehen, dass ich mit der Weinempfehlung zum Hauptgericht nicht ganz einverstanden war. Empfohlen wurde ein 2013er Scheurebe Kabinett trocken. Ein sehr würziger Weißwein mit Aromen von fruchtigen Pfirsichen, Johannisbeeren und einem Hauch exotischer Mango. Ich empfand die Charakteristik dieser Weinauswahl als zu „mächtig“ und bevorzugte auch zu diesem Gericht den bereits gewählten Riesling mit seiner frischen, leichten Säure und zarten Süße.

Ein Dessert wählte ich nicht. Die Auswahl an hausgemachten Kuchen, Torten, süßen Teilchen, Eis und Sorbets sah aber sehr verlockend aus. Vegetarier dürften sich auch über eine kleine, feine Auswahl an sächsischen Käsespezialitäten erfreuen.

Da ein Ausflug zum Weingut sicherlich nicht jeden Tag auf dem Programm steht und die Qualität der Speisen und hauseigenen Weine absolut überzeugen, finde ich diese Preisspanne absolut gerechtfertigt.

Ein Hinweis zur Wein- und Sektproduktion des Weinguts Schloss Wackerbarth: Die Erzeugnisse sind NICHT vegan.

Die Produkte werden mit Gelatine geschönt bzw. geklärt. Diese Zutat wird im weiteren Verarbeitungsprozess wieder herausgefiltert. Jedoch ist dieser Hinweis für Veganer sicherlich wichtig. Gelatine, Fischblase, Milchpulver oder Hühnereiweiß werden traditionell als Klärungsmittel bei Wein, Sekt aber auch Säften eingesetzt, um die unerwünschten Trübstoffe herauszufiltern und Bitterstoffe zu neutralisieren. Die Weinerzeugung basiert grundsätzlich auf der Vergärung von Trauben. Wein oder auch Most ist ursprünglich ein veganes Ausgangsprodukt. Zur Schönung bzw. Klärung veganer Weine sind lediglich vegetabile, mineralische Quellen wie Aktivkohle, natürliche Mineralerde (Betonit) oder pflanzliche Gelatine zugelassen.

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Wo liegen die Wurzeln des Schloss Wackerbarth?

August der Starke, sächsischer Kurfürst und König von Polen, war für seinen ausschweifenden Lebenswandel berüchtigt – jedoch auch für seine ausgeprägte Liebe für Kunst und Kultur bekannt. Er brachte die prachtvolle Architektur, die er an den Höfen des westlichen und südlichen Europas schätzen lernte, nach Dresden.

Während seiner Regierungszeit entstanden im 18. Jahrhundert Gemäldesammlungen wie das “Grüne Gewölbe”, barocke Bauwerke wie Schloss Moritzburg, der Dresdner Zwinger, die Dresdner Frauenkirche sowie die erste abendländische Porzellanmanufaktur in Meißen um 1710. Die Würdigung der prunkvollen Kunstsammlungen Dresdens und seiner pompösen Architektur im In- und Ausland brachte Dresden schließlich den Beinamen “Elbflorenz” ein. Und so übertrug sich der Leitspruch „Klasse statt Masse“ auf die Wein- und Sektwirtschaft vor den Toren der sächsischen Hauptstadt.

August der Starke, sächsischer Kurfürst und König von Polen, war für seinen ausschweifenden Lebenswandel berüchtigt – jedoch auch für seine ausgeprägte Liebe für Kunst und Kultur bekannt. Er brachte die prachtvolle Architektur, die er an den Höfen des westlichen und südlichen Europas schätzen lernte, nach Dresden. Während seiner Regierungszeit entstanden im 18. Jahrhundert Gemäldesammlungen wie das “Grüne Gewölbe”, barocke Bauwerke wie Schloss Moritzburg, der Dresdner Zwinger, die Dresdner Frauenkirche sowie die erste abendländische Porzellanmanufaktur in Meißen um 1710. Die Würdigung der prunkvollen Kunstsammlungen Dresdens und seiner pompösen Architektur im In- und Ausland brachte Dresden schließlich den Beinamen “Elbflorenz” ein. Und so übertrug sich der Leitspruch „Klasse statt Masse“ auf die Wein- und Sektwirtschaft vor den Toren der sächsischen Hauptstadt.

Namensgeber des Anwesens ist August Christoph Graf von Wackerbarth, ein enger Vertrauter und einer der wichtigsten Minister August des Starken. Er war General, Kabinettsminister sowie Gouverneur Dresdens. Darüber hinaus begründete er das sächsische Hochschulwesen und die sächsische Militärakademie. Graf von Wackerbarth ließ das Anwesen inmitten der Radebeuler Weinberge als seinen Alterssitz erbauen. Der Architekt Johann Christopf Knöffel lieferte nicht nur 1722 den ersten Entwurf zum Bau der Frauenkirche; er errichtete ebenso um 1728 das Weingut Wackerbarth mitsamt seiner glanzvollen Bauten und der großzügigen Gartenanlage. Nach dem Tode des Grafen 1734 ging das Gut in den Besitz seines Adoptivsohnes Joseph über. Nach dessen Tod wurde das Anwesen versteigert, der Erlös den Armen gestiftet.

Bis zur Wendezeit verlief die Geschichte der Weinwirtschaft recht wechselhaft.

Am 1. September 1999 wird schließlich die „Sächsische Staatsweingut GmbH Schloss Wackerbarth“ als hundertprozentige Tochter der Sächsischen Aufbau Bank SAB gegründet. Ab dem Jahr 2000 beginnen die Sanierungsarbeiten, bei denen eine Produktionsanlage für Wein und Sekt mit modernster Aufbereitungstechnik installiert wird – direkt an der Eingangspforte des Gutes.

Mit der Weinbewirtschaftung geht´s buchstäblich „steil bergauf“

Als Staatsweingut pflegt und fördert Schloss Wackerbarth die sächsische Weinkulturlandschaft mit seinen landschaftsprägenden Steil- und Terrassenlagen. Jene Lagen, wie die königliche Weinbergslage „Goldener Wagen“ oder der „Wackerbarthberg“, sind kulturhistorisch bedeutsame Baudenkmäler, denn sie formen seit Jahrhunderten das charakteristische Bild des Elbtals. Eine Bewirtschaftung solch steiler Lagen ist nur in reiner Handarbeit möglich. Technische Hilfsmittel wie etwa Traktoren sind in diesen Abschnitten nicht einsetzbar. Daher erfolgt das Setzen der Reben, die Unkrautpflege zwischen den Rebzeilen, der Rebschnitt wie auch die Traubenlese manuell. Mit 1570 Stunden Sonnenschein pro Jahr und einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 9,2° C ist das Elbtal die wärmste Region in Sachsen. Perfekte Bedingungen also für exquisite Wein- und Sektjahrgänge!

Ich danke dem Weingut Schloss Wackerbarth sehr herzlich für die wirklich wunderbare Betreuung. Ich durfte eine spannende Führung durch die Anlage, das Schloss und die Kellerei inklusiver einer Wein- und Sektverkostung genießen. Im Restaurant wurden mir die aufgeführten Weine zur Verkostung freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Fakt & Figures zum Erlebnisweingut Schloss Wackerbarth

Anreise:

Von der Dresdner Altstadt etwa 10km entfernt, ist die Anlage mit dem Auto in 20 Minuten zu erreichen. Mit der Straßenbahnlinie 4 fährt man ab Dresden in Richtung Weinböhla, bis zur Haltstelle “Schloss Wackerbarth” oder mit der S-Bahn S1 bis zum Bahnhof Radebeul West. Vom Bahnhof aus, sind es noch ca. 15 Minuten Laufzeit.

Besichtigung:

Eine Besichtigung des Weingutes Wackerbarth ist täglich möglich. (barocke Schloss- und Gartenanlage inklusive Weinberge). Die Gebäude des Areals selbst wie das Schloss Wackerbarth sind nicht öffentlich zugänglich, können aber im Rahmen einiger angebotener Führungen sowie Abendveranstaltungen ebenfalls besichtigt sowie für eigene Veranstaltungen, wie Hochzeiten gebucht werden.

Öffnungszeiten:

Der Markt im Schloss Wackerbarth ist täglich von 9.30 Uhr bis 20.00 Uhr geöffnet. Das Gasthaus auf dem Gelände des Weingutes hat Montag bis Freitag von 12.00 Uhr bis 22.00 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 10.00 Uhr bis 22.00 Uhr geöffnet.

Führungen:

Auf Schloss Wackerbarth werden täglich verschiedene Führungen inklusive Verkostung angeboten: Wein- und Sektführungen, aber auch Schloss- und Gartenführungen, historische Führungen sowie am Wochenende und an Feiertagen eine geführte Weinbergswanderung mit Verkostung. Darüber hinaus bietet das Weingut eine Vielzahl weiterer genussvoller Angebote – wie regelmäßige Verkostungen, themenbezogene Menüs, Abendveranstaltungen, Open Air-Feste sowie kulturelle Höhepunkte, wie u. a. Lesungen und Konzerte, an.

Link zum Schloss Wackerbarth

Chili Sin Carne

Zutaten:

100g Sojagranulat + Wasser zum Einweichen
etwa 300ml Gemüsebrühe
etwas Olivenöl
1 Zwiebel
1 rote Paprika
3 Knoblauchzehen
1 großes Glas Kidneybohnen
1 kleines Glas Mais
1 großes Glas Tomatenstückchen
4 EL Tomatenmark
1 Möhre
1 Stange Lauch
Mayoran
2 rote Chilischoten
Chilipulver
Oregano
Thymian
Salz
Pfeffer
Tabasco
Zimt
Agavendicksaft
Zucchini-Spaghetti (dünsten)
1 Flasche Dornfelder
Optional: Salat, Tacos, Avocado

Zubereitung:

Sojagranulat nach Packungsanleitung in heißem Wasser einweichen (meist etwa 10 Minuten).

Zwiebel, Knoblauch und Chili klein schneiden und in einem großen Topf oder einer sehr tiefen Pfanne in etwas Öl anbraten. Möhre, Paprika und Lauch ebenfalls klein schneiden und, ebenso wie das Sojagranulat, mit in die Pfanne geben, wenn die Zwiebeln leicht glasig sind.

Nach etwa 5 Minuten die Tomatenstückchen, Mais, Bohnen, Tomatenmark und Gewürze (Oregano, Thymian, Majoran, Salz, Pfeffer und Tabasco – ich habe keine Mengenangaben gemacht, da die schärfe besser jeder selbst entscheiden sollte) hinzugeben. Die Gemüsebrühe auch mit unterrühren und dann alles zusammen etwa 35 Minuten unter stetigem Rühren köcheln lassen.

Ergibt eine riesen Menge Chili sin Carne, die sich auch gut nochmal am nächsten oder übernächsten Tag in der Mikrowelle oder auf dem Herd erhitzen lässt :)

Das Original-Rezept findet ihr hier www.veganguerilla.de/chili-sin-carne/

Indische Linsensuppe

in einer großen Pfanne dünsten:

Sonnenblumen-Öl
Lauchzwiebel
Schalotten
Suppengrün (Lauch, Karotten, Sellerie und Petersilie)
frischer Knoblauch
frischer Ingwer

danach zugeben – Gemüse nach Belieben in Streifen oder Würfel geschnitten:
Karotten
Spitzpaprika (gelb undrot)
grüne Bohnen
braune Champignons

anschließend Gewürze hinzufügen (Würze je nach Belieben):
frischer Koriander
Garam Masala
rote Currypaste
Fenchelsamen
Cayennepfeffer
Paprikagewürz
Salz
Pfeffer
Agavendicksaft
frischer Limettensaft

nach 2-3 Minuten dazugeben:

250 g Linsen (vorherwaschen)
1 große Dose Kokosmilch
500g Wasser

Notiz: Die Suppe sollte nicht zu flüssig geraten.

Zu Beginn vielleicht etwas weniger Flüssigkeit hinzufügen.

Anschließend ca. 25Minuten zugedeckt köcheln lassen

Zum Schluss hinzufügen – 3 Minuten mitköcheln lassen:

Kirschtomaten
frische Basilikumblätter (oder auch Thai-Basilikum)

Bei Bedarf nachwürzen.
nach Belieben:Tofuwurst dazugeben
dazu passt ein Glas Rieslingoder Pinot Grigio

Notiz: Verwendet immer frische Bioprodukte oder Biogewürze – wenn möglich.
Mengenangaben bei Gemüse & Gewürz: Je nach Belieben und Hunger. :-)

(© Saskia Horenburg – veggie & wine, 30. Januar 2015)

Gefüllte Spitzpaprika

feine Sojaschnetzel 10 Minuten einweichen (würzen mit Gemüsebrühe, Cayennepfeffer)

Couscous zubereiten laut Packungsanweisung (würzen mit einem Schuss Öl, Gemüsebrühe, Cayennepfeffer)

anschließend andünsten:
Sonnenblumenöl
Schalotten
Frühlingszwiebel
danach Sojaschnetzel scharf anbraten

hinzufügen:
Erbsen
braune Champignons
getrocknete Tomaten
frischer Blattspinat
Ajvar (scharf)
Paprikapulver
frischer Knoblauch
glatte Petersilie

kräftig würzen:
Cayennepfeffer
Peffer
Salz
frischer Thymian
Agavendicksaft
Kümmel

ablöschen mit:
ca. 100 ml Gemüsebrühe
Weißwein
Hafer Cuisine

anschließend:

4-6 bunte Spitzpaprika mittig einschneiden (vorherDeckel entfernen, entkernen)
Mischung großzügig in die Paprika füllen
Paprika mit veganen Chili-Käsescheiben belegen
Paprika in eine Backform legen
ca. 100 ml Gemüsebrühe hinzufügen

Die Backform mit Paprika bei 200°C Umluft für ca. 20 Minuten in den Backofen geben
Danach genießen. :-)

Notiz: Verwendet immer frische Bioprodukte oder Biogewürze – wenn möglich.
Mengenangaben bei Gemüse & Gewürz: Je nach Belieben und Hunger. :-)

 (© Saskia Horenburg – veggie & wine, 4. Februar 2015)