Gebrannte Mandeln mit Vanille, Zimt, Amaretto & Cayennepfeffer


Ich gebe es zu: Ich bin wirklich keine leidenschaftliche Backfee. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich keine süßen Naschereien mag. Keine Schokolade, selten Plätzchen oder gar Dessert.

Doch da gibt es eine süße Verführung in der Vorweihnachtszeit, der ich wirklich nicht widerstehen kann: Gebrannte Mandeln. Nicht unbedingt diese klebrig-süßen Teilchen, die auf dem Weihnachtsmarkt angeboten werden. Auch hier mag ich´s eher pikant. Ich greife lieber zu gebrannten Mandeln im Lakritz- oder Chilimäntelchen.

Ihr müsst jedoch nicht extra auf den Weihnachtsmarkt tigern, um diese Leckereien zu genießen.

Schnappt euch fix eine beschichtete Pfanne, eine Packung Mandeln, (Vanille-)  Zucker und ein paar Gewürze. In weniger als 30 Minuten duftet eure Küche herrlich weihnachtlich und ihr seid ab sofort garantiert süchtig nach der selbst gemachten, gebrannten Steinfrucht.

Probiert doch einfach mein Lieblingsrezept aus.

Zutaten:

  • 200g ganze, ungeschälte Mandeln
  • 3 Päckchen (je 80g) Bio Bourbon Vanille-Zucker
  • 50 g Bio Rohrohrzucker
  • 40 ml Wasser
  • 1 EL Zimt
  • je nach Gusto Cayennepfeffer: Ich verwende ca. ½ Teelöffel
  • 4 großzügige Schluck Amaretto

Zubereitung:

Eine beschichtete Pfanne heiß werden lassen. Zucker, Vanillezucker, Zimt, Cayennepfeffer, Wasser, Amaretto zusammen aufkochen lassen. Anschließend die Mandeln hinzugeben und unter stetigem Rühren kochen lassen. Nach ungefähr 5-8 Minuten beginnt der Zucker zu trocknen. Die Pfanne vom Herd nehmen und immer weiterrühren! Bis der Zucker wieder flüssig wird, karamellisiert und die gebrannten Mandeln leicht glänzen.

FullSizeRender-2Die heiße Masse wird nun ganz fix auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geschüttet. Sofort müssen die gebrannten Manden mit zwei Löffeln voneinander getrennt werden, da ansonsten nur ein trauriger Mandel-Zucker-Klumpen auf dem Blech zurückbleiben würde.

Auf dem Backblech vollständig abkühlen lassen und dann: GENIESSEN!

FullSizeRender

Übrigens ist solch ein Mitbringsel als Nascherei zum Fest auch bei Freunden und der Familie äusserst begehrt.

FullSizeRender-1

10885267_898341180197002_2217073629845075434_n

 

 

Brunettis Veganarium: Italien pur. Und konsequent pflanzlich.

In einer Seitenstraße, nahe der Berliner Kantstraße, eröffnete am 22. August 2014 das kleine, schmucke italienische Restaurant “Brunettis Veganarium”. Inhaberin Sara Brunetti richtete ihr Lokal auffallend liebevoll ein: Viel Holz wurde verarbeitet, die schmuckvolle Ornamenttapete an den Wänden, eine geschmackvoll drapierte Schmuckpuppe sowie ein opulenter Kronleuchter sorgen für eine gemütliche Atmosphäre.

Man fühlt sich im Brunettis Vegenarium sofort wohl – das liegt sicher auch an der sehr herzlichen Art Sara Brunettis. Sicher gibt es zahlreiche gute Italiener in Berlin. Doch dieses Restaurant sticht definitiv heraus. Ein Blick auf die Karte verrät: Es wird ausschließlich pflanzliche Kost serviert. Ohne darum viel Aufheben darum zu machen. Neben einem Frühstücksangebot wie warmem Porridge, frischen Obstbecher oder Hefebrötchen mit deftigen und süßen Aufstrichen, werden typische italienische Speisen wie Pizza, Calzone, Gnocci, grüne Ravioli mit Spinat & “Ricotta” mit Pesto und frische Salate angeboten.

Ein Großteil der Rezepte stammt von Sara´s Urgroßmutter “Nonna Maria”. Mit besonders viel Liebe, Mühe und Zeit wurden die alten italienischen Rezepte veganisiert.

Herrlich aromatische, frische Küche á la Nonna Maria

Warum? Ganz einfach: Sara Brunetti liebt Tiere. In einer typisch italienischen Familie aufgewachsen, ernährte sie sich zunächst ganz typischen eben – und da landeten auch Mozzarella, Prosciutto und Steak auf dem Teller. Bis sie sich irgendwann entschied, Vegetarier zu werden. Aus der Liebe zum Tier. Selbstverständlich waren die Eltern weniger begeistert. Seit 2013 ernährt sie sich rein pflanzlich. Die Liebe zur italienischen Küche blieb natürlich bestehen. Ihre Jobs als Stewardess und in der Buchhaltung füllten sie nicht aus. Viel zu eintönig erschien ihr die Arbeit. In ihr wuchs die Sehnsucht nach einem eigenen, kleinen Restaurant. Italienisch, ganz bodenständig, rustikal und vegan. Schließlich begann Sara gemeinsam mit ihrem Vater, der früher ein „ganz normales“ italienisches Restaurant führte, an den Familienrezepten zu feilen. Und um dies vorweg zu nehmen: Das Ergebnis überzeugt vollends!

Um die italienischen Gerichte möglichst ausgiebig verkosten zu können, besuchte ich das Lokal mit meiner lieben Freundin Manu. Als Vorspeise orderten wir eine Gemüsepfanne vom Grill mit Aubergine, Zucchini und Champignons sowie einen Linsensalat mit Räuchertofu. Beide Gerichte waren unglaublich aromatisch, hervorragend gewürzt und wurden auffallend perfekt durch ein sehr fein-mildes Balsamico-Vinaigrette abgerundet.

Der Räuchertofu auf dem Linsensalat wurde übrigens als geriebenes Topping serviert, dessen Geschmack mich ein wenig an Edamer erinnerte. Auch wenn Käse definitiv nicht auf einem veganen Speiseplan zu finden ist – aus gutem Grund – so sind wir doch alle mit einer gewissen Geschmacksbildung aufgewachsen. Und die Serviervariante des Tofu begeisterte wirklich.

Neben der Vorspeise wurden Bruschetta mit herrlich fruchtigen Tomaten, knackige grüne und schwarze Oliven, mit Knoblauch, Paprika, Sellerie und einer feinen Säure angemacht, selbstgebackenes Baguette sowie herrliches Focaccia mit Rosmarin und Meersalz gereicht. Auch bei diesen Appetithäppchen wurde deutlich: Hier wird mit Liebe und Hingabe gekocht.

Veganer Wein pflanzlicher Mozzarella und saftige Schoko-Nusstorte? Köstlich!

Begleitend wählten wir einen Weißburgunder des Weinguts Weinmann. Fruchtig, frisch und leicht kam der Wein daher. Eine absolut passende Wahl. Alle Weine, die im Restaurant angeboten werden, stammen von diesem Winzer und sind vegan.

Anschließend verkosteten wir den handgemachten Mozzarella. Und der zerging fast wie von selbst auf der Zunge! Ein herrlich cremiges Geschmackserlebnis, der wunderbar mit den – nicht überraschend – würzig-aromatisch abgeschmeckten Tomaten harmonierte.

Anschließend orderten wir als Hauptgerichte die obligatorische Pizza „A La Nonna“ mit Artischocken, Champions und Rucola sowie mit einer Kichererbsencreme gefüllte Ravioli mit Oliven, Zucchini, Paprika in einer leichten Tomaten-Salbeisauce. Und wieder waren wir von der einfachen doch wahrlich schmackhaften Komposition der Speisen, dem fantastischen Aroma der frischen italienischen Kräuter wie auch der absolut harmonischen Würze begeistert.

Die Gerichte vermittelten wirklich mehr als nur einen Hauch von Italien! Zusätzlich faszinierte uns das leichte und fruchtige Bouquet des Spätburgunder „Felix“, ein trockener Rosé des Weinguts Weinmann. Eine perfekte Wahl zu beiden Hauptgerichten. Schließlich ließen wir diesen wunderbaren Abend mit einer saftigen und nicht zu süßen Schoko-Nusstorte mit ganzen Mandeln und einem Glas Dornfelder „Paulus“ gemütlich ausklingen.

Als wir das Restaurant verließen waren wir uns sicher: Dies war nicht unser letzter Besuch im Brunettis Veganarium.

Neben Smoothies, Voelkel-Säften, verschiedene Tees oder Caffee Crema wird auch Lammsbräu Dinkelbier oder Krombacher Radler zu den Gerichten offeriert.

Das Brunetti’s Veganarium kann sonntags von 11:00- 13:00 Uhr nach Absprache für Feierlichkeiten gemietet werden. Außerdem wird ein Catering für Selbstabholer angeboten.

Übrigens steht auf dem Ladentresen eine Spendenbox für den Tierschutzverein für Berlin. Also gerade zur Weihnachtszeit heißt es somit: Hingehen, schlemmen, genießen und spenden!

Brunetti´s Veganarium
Holtzendorffstraße 1
14057 Berlin

www.brunettis-veganarium.de