Ein kulinarischer Ausflug aufs Weingut Schloss Wackerbarth


„Erlesen bodenständig“: Sächsische Weine und vegane Köstlichkeiten

Äußerst charmant beschreibt der Kellermeister Jürgen Aumüller des Sächsischen Staatsweinguts Schloss Wackerbarth das einzigartige Ensemble am Rande Radebeuls – dem Herzstück der Sächsischen Weinstraße: „Schloss Wackerbarth ist eine Cuvée aus barocker Gartenanlage, Weinberglandschaft und moderner Wein- und Sektmanufaktur. Eine immer wieder aufs Neue beeindruckende Symphonie aus Landschaft, Kultur, Architektur, Technik, Geschichte und natürlich nicht zuletzt unseren erlesenen Weinen und Sekten.“ Ein Erlebnis eben. Und so erklärt sich unter anderem der Namenszusatz: Schloss Wackerbarth – Europas erstes Erlebnisweingut.

„Das trifft es in der Tat“, denke ich mir, als ich die imposante Anlage, rund 10 Kilometer von Dresden entfernt, betrete. Schloss Wackerbarth ist ein erhabener Ort mit über 400-jähriger Weintradition. Schon der Hof August des Starken feierte hier rauschende Feste. Man kann es ihm nicht verdenken: Die Schlossanlage mit den pittoresken Weinbergterrassen und dem sagenumwobenen Lustschlösschen Belvedere, hoch über der Stadt, bot bereits im 17. Jahrhundert ein angemessenes Ambiente für rauschende Feste. Heutzutage fallen die Feierlichkeiten und Tagungen, die hier organisiert werden, etwas gediegener aus. An Attraktivität hat das Gut aufgrund aufwendiger und detailverliebter Sanierungen, insbesondere nach der Wendezeit, nichts eingebüßt.

Von den 13 deutschen Weinregionen gehört Sachsen zu den kleinsten Anbaugebieten und ist zudem die nordöstlichste Bewirtschaftung Europas. Das Weinbaugebiet erstreckt sich heute entlang der Elbe von Pirna über Dresden bis hin zum Elbweindorf Diesbar-Seußlitz, das nordwestlich von Meißen liegt.

Sächsische Gelassenheit und kulinarische Raffinessen im Gasthaus

Mein Rundgang führte mich ins Restaurant von Schloss Wackerbarth. Das Küchenteam um Chefkoch Mirko Pfuhland verarbeitet ausschließlich marktfrische, saisonale Produkte. Wann immer möglich, stammen diese aus der Region. Bodenständig-sächsische Kompositionen, verfeinert durch mediterrane Einflüsse, offeriert die Menükarte. http://www.schloss-wackerbarth.de/deutsch/unser-gasthaus/speisekarte. Weine aus dem hauseigenen Weinkeller runden die Gerichte harmonisch ab. Preislich siedelt sich die Speisekarte im guten Mittelfeld an. Das Gourmet-Magazin DER FEINSCHMECKER zählt die Lokalität zu den 800 besten Restaurants in Deutschland und bewertet sie mit 1,5 F.

Schloss Wackerbarth ist nicht nur Europas erstes Erlebnisweingut, sondern auch die zweitälteste Sektkellerei Deutschland. Entsprechend wurde als Aperitif ein Glas Sekt „August der Starke“ gereicht. Eine Cuvée aus den Rebsorten Riesling, Kerner, Weiß- und Grauburgunder sowie Elbling, gereift nach klassischer Flaschengärung. Die Klassische Flaschengärung – auch „Méthode champenoise“ genannt – ist die Urpraktik der Sektherstellung. Hierbei erfolgt die zweite alkoholische Gärung des edlen „Verschnitts“ aus den verschiedenen Rebsorten in der Flasche. Der Sekt ruht und reift mehrere Monate auf seiner Hefe im dunklen und kühlen Keller. Anschließend wird er vier Wochen lang von Hand gerüttelt. So entfaltet sich das fruchtige Bouquet und die feine Perlage.

Fruchtiger Riesling verführt zarte Gräupchen und süßen Dinkel

Monatlich wechselnde vegetarische Gerichte haben sich einen permanenten Platz auf der Karte erobert. Und auch Veganer können unbesorgt im Gasthaus einkehren. Als Entreé servierte mir der überaus zuvorkommende Restaurantleiter einen veganen Gräupcheneintopf (9.50 €). Als Weinbegleitung wählte ich einen 2012er Riesling Kabinett trocken. Eine fantastische Wahl, denn das fruchtige, mineralische und doch zurückgenommene Bouquet des trockenen Weißweins harmonierte wunderbar mit der kräftigen Würze des Eintopfs. Das Graupensüppchen mit Karotten-, Lauch-, Sellerieeinlage und Schnittlauch, übrigens ein typisch sächsisches Gericht, war köstlich. Eine einfache, leichte Vorspeise. Auf jeden Fall probieren: das hausgebackene, knusprige und leicht süßliche Dinkelbrot.

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Hausgeräucherter Tofu badet in Scheurebe und küsst Rosenkohl und Radieschen

Ein im Weinteig gebackener Tofu an sautierter Trüffelkartoffel mit Sojaschäumchen bildete meinen Hauptgang. Radieschensprossen und Rosenkohlragout, mit einem Hauch Muskat und Zitrus verfeinert, verliehen dem Gericht eine angenehm pikante Note. Der Tofu in Bioqualität wird vor dem Panieren im hauseigenen Ofen schonend geräuchert. Das Raucharoma schmeckte angenehm mild. Für den goldgelben, veganen Weinteig wurde indes derselbe Wein verwendet, der sich passend zum Gericht auch auf der Karte als Empfehlung wiederfindet.

Ich muss gestehen, dass ich mit der Weinempfehlung zum Hauptgericht nicht ganz einverstanden war. Empfohlen wurde ein 2013er Scheurebe Kabinett trocken. Ein sehr würziger Weißwein mit Aromen von fruchtigen Pfirsichen, Johannisbeeren und einem Hauch exotischer Mango. Ich empfand die Charakteristik dieser Weinauswahl als zu „mächtig“ und bevorzugte auch zu diesem Gericht den bereits gewählten Riesling mit seiner frischen, leichten Säure und zarten Süße.

Ein Dessert wählte ich nicht. Die Auswahl an hausgemachten Kuchen, Torten, süßen Teilchen, Eis und Sorbets sah aber sehr verlockend aus. Vegetarier dürften sich auch über eine kleine, feine Auswahl an sächsischen Käsespezialitäten erfreuen.

Da ein Ausflug zum Weingut sicherlich nicht jeden Tag auf dem Programm steht und die Qualität der Speisen und hauseigenen Weine absolut überzeugen, finde ich diese Preisspanne absolut gerechtfertigt.

Ein Hinweis zur Wein- und Sektproduktion des Weinguts Schloss Wackerbarth: Die Erzeugnisse sind NICHT vegan.

Die Produkte werden mit Gelatine geschönt bzw. geklärt. Diese Zutat wird im weiteren Verarbeitungsprozess wieder herausgefiltert. Jedoch ist dieser Hinweis für Veganer sicherlich wichtig. Gelatine, Fischblase, Milchpulver oder Hühnereiweiß werden traditionell als Klärungsmittel bei Wein, Sekt aber auch Säften eingesetzt, um die unerwünschten Trübstoffe herauszufiltern und Bitterstoffe zu neutralisieren. Die Weinerzeugung basiert grundsätzlich auf der Vergärung von Trauben. Wein oder auch Most ist ursprünglich ein veganes Ausgangsprodukt. Zur Schönung bzw. Klärung veganer Weine sind lediglich vegetabile, mineralische Quellen wie Aktivkohle, natürliche Mineralerde (Betonit) oder pflanzliche Gelatine zugelassen.

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Wo liegen die Wurzeln des Schloss Wackerbarth?

August der Starke, sächsischer Kurfürst und König von Polen, war für seinen ausschweifenden Lebenswandel berüchtigt – jedoch auch für seine ausgeprägte Liebe für Kunst und Kultur bekannt. Er brachte die prachtvolle Architektur, die er an den Höfen des westlichen und südlichen Europas schätzen lernte, nach Dresden.

Während seiner Regierungszeit entstanden im 18. Jahrhundert Gemäldesammlungen wie das “Grüne Gewölbe”, barocke Bauwerke wie Schloss Moritzburg, der Dresdner Zwinger, die Dresdner Frauenkirche sowie die erste abendländische Porzellanmanufaktur in Meißen um 1710. Die Würdigung der prunkvollen Kunstsammlungen Dresdens und seiner pompösen Architektur im In- und Ausland brachte Dresden schließlich den Beinamen “Elbflorenz” ein. Und so übertrug sich der Leitspruch „Klasse statt Masse“ auf die Wein- und Sektwirtschaft vor den Toren der sächsischen Hauptstadt.

August der Starke, sächsischer Kurfürst und König von Polen, war für seinen ausschweifenden Lebenswandel berüchtigt – jedoch auch für seine ausgeprägte Liebe für Kunst und Kultur bekannt. Er brachte die prachtvolle Architektur, die er an den Höfen des westlichen und südlichen Europas schätzen lernte, nach Dresden. Während seiner Regierungszeit entstanden im 18. Jahrhundert Gemäldesammlungen wie das “Grüne Gewölbe”, barocke Bauwerke wie Schloss Moritzburg, der Dresdner Zwinger, die Dresdner Frauenkirche sowie die erste abendländische Porzellanmanufaktur in Meißen um 1710. Die Würdigung der prunkvollen Kunstsammlungen Dresdens und seiner pompösen Architektur im In- und Ausland brachte Dresden schließlich den Beinamen “Elbflorenz” ein. Und so übertrug sich der Leitspruch „Klasse statt Masse“ auf die Wein- und Sektwirtschaft vor den Toren der sächsischen Hauptstadt.

Namensgeber des Anwesens ist August Christoph Graf von Wackerbarth, ein enger Vertrauter und einer der wichtigsten Minister August des Starken. Er war General, Kabinettsminister sowie Gouverneur Dresdens. Darüber hinaus begründete er das sächsische Hochschulwesen und die sächsische Militärakademie. Graf von Wackerbarth ließ das Anwesen inmitten der Radebeuler Weinberge als seinen Alterssitz erbauen. Der Architekt Johann Christopf Knöffel lieferte nicht nur 1722 den ersten Entwurf zum Bau der Frauenkirche; er errichtete ebenso um 1728 das Weingut Wackerbarth mitsamt seiner glanzvollen Bauten und der großzügigen Gartenanlage. Nach dem Tode des Grafen 1734 ging das Gut in den Besitz seines Adoptivsohnes Joseph über. Nach dessen Tod wurde das Anwesen versteigert, der Erlös den Armen gestiftet.

Bis zur Wendezeit verlief die Geschichte der Weinwirtschaft recht wechselhaft.

Am 1. September 1999 wird schließlich die „Sächsische Staatsweingut GmbH Schloss Wackerbarth“ als hundertprozentige Tochter der Sächsischen Aufbau Bank SAB gegründet. Ab dem Jahr 2000 beginnen die Sanierungsarbeiten, bei denen eine Produktionsanlage für Wein und Sekt mit modernster Aufbereitungstechnik installiert wird – direkt an der Eingangspforte des Gutes.

Mit der Weinbewirtschaftung geht´s buchstäblich „steil bergauf“

Als Staatsweingut pflegt und fördert Schloss Wackerbarth die sächsische Weinkulturlandschaft mit seinen landschaftsprägenden Steil- und Terrassenlagen. Jene Lagen, wie die königliche Weinbergslage „Goldener Wagen“ oder der „Wackerbarthberg“, sind kulturhistorisch bedeutsame Baudenkmäler, denn sie formen seit Jahrhunderten das charakteristische Bild des Elbtals. Eine Bewirtschaftung solch steiler Lagen ist nur in reiner Handarbeit möglich. Technische Hilfsmittel wie etwa Traktoren sind in diesen Abschnitten nicht einsetzbar. Daher erfolgt das Setzen der Reben, die Unkrautpflege zwischen den Rebzeilen, der Rebschnitt wie auch die Traubenlese manuell. Mit 1570 Stunden Sonnenschein pro Jahr und einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 9,2° C ist das Elbtal die wärmste Region in Sachsen. Perfekte Bedingungen also für exquisite Wein- und Sektjahrgänge!

Ich danke dem Weingut Schloss Wackerbarth sehr herzlich für die wirklich wunderbare Betreuung. Ich durfte eine spannende Führung durch die Anlage, das Schloss und die Kellerei inklusiver einer Wein- und Sektverkostung genießen. Im Restaurant wurden mir die aufgeführten Weine zur Verkostung freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Fakt & Figures zum Erlebnisweingut Schloss Wackerbarth

Anreise:

Von der Dresdner Altstadt etwa 10km entfernt, ist die Anlage mit dem Auto in 20 Minuten zu erreichen. Mit der Straßenbahnlinie 4 fährt man ab Dresden in Richtung Weinböhla, bis zur Haltstelle “Schloss Wackerbarth” oder mit der S-Bahn S1 bis zum Bahnhof Radebeul West. Vom Bahnhof aus, sind es noch ca. 15 Minuten Laufzeit.

Besichtigung:

Eine Besichtigung des Weingutes Wackerbarth ist täglich möglich. (barocke Schloss- und Gartenanlage inklusive Weinberge). Die Gebäude des Areals selbst wie das Schloss Wackerbarth sind nicht öffentlich zugänglich, können aber im Rahmen einiger angebotener Führungen sowie Abendveranstaltungen ebenfalls besichtigt sowie für eigene Veranstaltungen, wie Hochzeiten gebucht werden.

Öffnungszeiten:

Der Markt im Schloss Wackerbarth ist täglich von 9.30 Uhr bis 20.00 Uhr geöffnet. Das Gasthaus auf dem Gelände des Weingutes hat Montag bis Freitag von 12.00 Uhr bis 22.00 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 10.00 Uhr bis 22.00 Uhr geöffnet.

Führungen:

Auf Schloss Wackerbarth werden täglich verschiedene Führungen inklusive Verkostung angeboten: Wein- und Sektführungen, aber auch Schloss- und Gartenführungen, historische Führungen sowie am Wochenende und an Feiertagen eine geführte Weinbergswanderung mit Verkostung. Darüber hinaus bietet das Weingut eine Vielzahl weiterer genussvoller Angebote – wie regelmäßige Verkostungen, themenbezogene Menüs, Abendveranstaltungen, Open Air-Feste sowie kulturelle Höhepunkte, wie u. a. Lesungen und Konzerte, an.

Link zum Schloss Wackerbarth

Brunettis Veganarium: Italien pur. Und konsequent pflanzlich.

In einer Seitenstraße, nahe der Berliner Kantstraße, eröffnete am 22. August 2014 das kleine, schmucke italienische Restaurant “Brunettis Veganarium”. Inhaberin Sara Brunetti richtete ihr Lokal auffallend liebevoll ein: Viel Holz wurde verarbeitet, die schmuckvolle Ornamenttapete an den Wänden, eine geschmackvoll drapierte Schmuckpuppe sowie ein opulenter Kronleuchter sorgen für eine gemütliche Atmosphäre.

Man fühlt sich im Brunettis Vegenarium sofort wohl – das liegt sicher auch an der sehr herzlichen Art Sara Brunettis. Sicher gibt es zahlreiche gute Italiener in Berlin. Doch dieses Restaurant sticht definitiv heraus. Ein Blick auf die Karte verrät: Es wird ausschließlich pflanzliche Kost serviert. Ohne darum viel Aufheben darum zu machen. Neben einem Frühstücksangebot wie warmem Porridge, frischen Obstbecher oder Hefebrötchen mit deftigen und süßen Aufstrichen, werden typische italienische Speisen wie Pizza, Calzone, Gnocci, grüne Ravioli mit Spinat & “Ricotta” mit Pesto und frische Salate angeboten.

Ein Großteil der Rezepte stammt von Sara´s Urgroßmutter “Nonna Maria”. Mit besonders viel Liebe, Mühe und Zeit wurden die alten italienischen Rezepte veganisiert.

Herrlich aromatische, frische Küche á la Nonna Maria

Warum? Ganz einfach: Sara Brunetti liebt Tiere. In einer typisch italienischen Familie aufgewachsen, ernährte sie sich zunächst ganz typischen eben – und da landeten auch Mozzarella, Prosciutto und Steak auf dem Teller. Bis sie sich irgendwann entschied, Vegetarier zu werden. Aus der Liebe zum Tier. Selbstverständlich waren die Eltern weniger begeistert. Seit 2013 ernährt sie sich rein pflanzlich. Die Liebe zur italienischen Küche blieb natürlich bestehen. Ihre Jobs als Stewardess und in der Buchhaltung füllten sie nicht aus. Viel zu eintönig erschien ihr die Arbeit. In ihr wuchs die Sehnsucht nach einem eigenen, kleinen Restaurant. Italienisch, ganz bodenständig, rustikal und vegan. Schließlich begann Sara gemeinsam mit ihrem Vater, der früher ein „ganz normales“ italienisches Restaurant führte, an den Familienrezepten zu feilen. Und um dies vorweg zu nehmen: Das Ergebnis überzeugt vollends!

Um die italienischen Gerichte möglichst ausgiebig verkosten zu können, besuchte ich das Lokal mit meiner lieben Freundin Manu. Als Vorspeise orderten wir eine Gemüsepfanne vom Grill mit Aubergine, Zucchini und Champignons sowie einen Linsensalat mit Räuchertofu. Beide Gerichte waren unglaublich aromatisch, hervorragend gewürzt und wurden auffallend perfekt durch ein sehr fein-mildes Balsamico-Vinaigrette abgerundet.

Der Räuchertofu auf dem Linsensalat wurde übrigens als geriebenes Topping serviert, dessen Geschmack mich ein wenig an Edamer erinnerte. Auch wenn Käse definitiv nicht auf einem veganen Speiseplan zu finden ist – aus gutem Grund – so sind wir doch alle mit einer gewissen Geschmacksbildung aufgewachsen. Und die Serviervariante des Tofu begeisterte wirklich.

Neben der Vorspeise wurden Bruschetta mit herrlich fruchtigen Tomaten, knackige grüne und schwarze Oliven, mit Knoblauch, Paprika, Sellerie und einer feinen Säure angemacht, selbstgebackenes Baguette sowie herrliches Focaccia mit Rosmarin und Meersalz gereicht. Auch bei diesen Appetithäppchen wurde deutlich: Hier wird mit Liebe und Hingabe gekocht.

Veganer Wein pflanzlicher Mozzarella und saftige Schoko-Nusstorte? Köstlich!

Begleitend wählten wir einen Weißburgunder des Weinguts Weinmann. Fruchtig, frisch und leicht kam der Wein daher. Eine absolut passende Wahl. Alle Weine, die im Restaurant angeboten werden, stammen von diesem Winzer und sind vegan.

Anschließend verkosteten wir den handgemachten Mozzarella. Und der zerging fast wie von selbst auf der Zunge! Ein herrlich cremiges Geschmackserlebnis, der wunderbar mit den – nicht überraschend – würzig-aromatisch abgeschmeckten Tomaten harmonierte.

Anschließend orderten wir als Hauptgerichte die obligatorische Pizza „A La Nonna“ mit Artischocken, Champions und Rucola sowie mit einer Kichererbsencreme gefüllte Ravioli mit Oliven, Zucchini, Paprika in einer leichten Tomaten-Salbeisauce. Und wieder waren wir von der einfachen doch wahrlich schmackhaften Komposition der Speisen, dem fantastischen Aroma der frischen italienischen Kräuter wie auch der absolut harmonischen Würze begeistert.

Die Gerichte vermittelten wirklich mehr als nur einen Hauch von Italien! Zusätzlich faszinierte uns das leichte und fruchtige Bouquet des Spätburgunder „Felix“, ein trockener Rosé des Weinguts Weinmann. Eine perfekte Wahl zu beiden Hauptgerichten. Schließlich ließen wir diesen wunderbaren Abend mit einer saftigen und nicht zu süßen Schoko-Nusstorte mit ganzen Mandeln und einem Glas Dornfelder „Paulus“ gemütlich ausklingen.

Als wir das Restaurant verließen waren wir uns sicher: Dies war nicht unser letzter Besuch im Brunettis Veganarium.

Neben Smoothies, Voelkel-Säften, verschiedene Tees oder Caffee Crema wird auch Lammsbräu Dinkelbier oder Krombacher Radler zu den Gerichten offeriert.

Das Brunetti’s Veganarium kann sonntags von 11:00- 13:00 Uhr nach Absprache für Feierlichkeiten gemietet werden. Außerdem wird ein Catering für Selbstabholer angeboten.

Übrigens steht auf dem Ladentresen eine Spendenbox für den Tierschutzverein für Berlin. Also gerade zur Weihnachtszeit heißt es somit: Hingehen, schlemmen, genießen und spenden!

Brunetti´s Veganarium
Holtzendorffstraße 1
14057 Berlin

www.brunettis-veganarium.de

new kids on the blog – Wir sind Foodies

Ein Artikel über die Berliner Foodblog-Szene und ich bin auch mit dabei…

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Food Blogs bei Paetzold´s Pop Cuisine

Berliner Food Blogs, wie u.a. veggie & wine, werden auf Radio Eins vorgestellt:

FoodBlogs

Neulich gab es Apfeltarte…

Gemeinsam mit Sebastian Hahne, dem wunderbaren Koch vom Sat1-Frühstücksfernsehen, backte ich eine leckere Apfeltarte.

Sat1-Beitrag

Hier geht´s zum Beitrag

Das Zest in Leipzig

Während einer Stippvisite ins wunderbare Leipzig, besuchte ich das vegane Restaurant Zest, welches im angesagten Szeneviertel Connewitz beheimatet ist.

Das Zest ist sicherlich eine DER TOP Adressen in Leipzig, wenn es um pflanzliche Küche der gehobene Art geht. In einer wirklich entspannten Atmosphäre wird hier fleischlose Küche mit internationalen Einflüssen serviert.

Die Einrichtung ist eher bewusst schlicht gehalten. Dafür ist das Servicepersonal umso aufmerksamer und sehr flink und freundlich.

Zu Beginn wählte ich eine Brennesselsuppe mit Tomaten-„Joghurt“, Fenchelsamen, zarten, kandierten Maronen und Schwarzkümmelöl. Diesen Gang begleitete eine Weinschorle. Kurz und knapp: Nicht nur die fein-würzige Suppe war ein Gedicht, sondern auch das selbst gebackene Brot mundete köstlich.

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Ein Seitanragout mit Wildpreiselbeeren, Paprika, gebrannten Pastinaken-Kalamansi-Krem mit Mohn und geschmortem Chicorée in Marsala krönte dann meinen Abend im Zest. Der Seitan sowie die Paprikastreifen in der eigens angesetzten, außerordentlich fruchtigen Sauce, waren bissfest und zart. Und harmonierten wunderbar miteinander. Das Pürree war fluffig, mit Mohn verfeinert – und gemeinsam mit der Sauce genossen … unglaublich köstlich.

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Der empfohlene Rotwein, ein Libertario Rosso, Italien, Piemont krönte diesen Gang.

Die Kreationen auf der Speisekarte wechseln zweimonatlich.

Die Preise für die Salate und Vorspeisen liegen bei 7 Euro, Hauptgerichte beginnen bei 11,80 Euro und Desserts bei 3,50 Euro.

Die Burger werden je nach Belieben zusammengestellt und wahlweise mit Kresse-Kartoffelsalat, Curly Fries, frittierten Zwiebelringen oder kleinem Salat »Garten gereicht.

Säfte, wie Gurke-Spinat-Apfel oder Grapefruit-Limone werden täglich frisch gepresst.

Zest
Bornaische Straße 54
04277 Leipzig

Mittagskarte

Abendkarte

Das Let It Be in Berlin

Unterwegs in Berlin – kurz notiert:

Meine Empfehlung – schaut doch mal im Let it Be vorbei.

Ob Burger, Crêpes, Sandwiches, Salate, Kuchen, Desserts und Cupcakes:
Hier könnt ihr nach Herzenslust vegane Köstlichkeiten schlemmen.

Und wenn ihr Glück habt, veranstaltet die vegane Kochfee und Buchautorin Sophia Hoffmann gerade eines ihrer wunderbaren Food-Events.

Hier seht ihr übrigens Impressionen vom fantastischen NoodleDoodle 4-Gang Dinner.
Regelmäßige Updates erfahrt ihr auf Facebook

Let it Be
Treptowerstr. 90
12059 Berlin

http://www.letitbevegan.de

Speisekarte

Das Restaurant Trollinger im Mövenpick Stuttgart

Unterwegs in Stuttgart – kurz notiert:

Während eines Besuches der Slow Food Messe in Stuttgart besuchte ich das Restaurant „Trollinger“ des Mövenpick Stuttgart Airport, da dieses Hotel direkt am Messezentrum gelegen ist.

Standartgemäß wird hier mindestens ein vegetarisches Gericht angeboten, welches auf Wunsch auch vegan zubereitet wird. Serviert wurde knackiges Gemüse auf einem Fenchelbett mit feuriger Tomatensalsa und Wildreis.
Kurzum: Das Gericht schmeckte fantastisch, leicht und war fein-würzig abgeschmeckt. Sicherlich fallen die Gerichte in diesem Restaurant preisintensiver aus, als in manchen veganen Restaurants. Doch die Qualität der Speisen und das wunderbare Zusammenspiel der einzelnen Geschmacksaromen rechtfertigen diese Investition definitiv. Wenn ich mich recht erinnere, zahlte ich für dieses Gericht ca. 17 EUR.

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Da es im April 2014 schon recht warm war, konnte ich zudem auf der einladenden Sommerterasse sitzen. Wer sich also vom etwas höheren Preis nicht abschrecken lässt und zufällig in Stuttgart ist, der würde sich als Liebhaber pflanzlicher Küche im Mövenpick sehr gut umsorgt wissen.

Übrigens das Restaurant “Hof zwei” des Mövenpick Hotels in der Schöneberger Straße in Berlin offeriert momentan (Stand November 2014) eine vegane Mousaka mit Tofuhack und Cashew-Petersilien-Creme für 14.50 EUR
Speisekarte

Das wäre doch auch einen Versuch wert, oder? Vielleicht findet sich ja auch ein veganer Wein auf der Karte?

Das Restaurant Chi Chi Kan

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Unterwegs in Berlin – kurz notiert:
Als absoluter Fan der Asiaküche, möchte ich euch gern das Restaurant CHI CHI KAN in der Goltzstraße, in Berlin Schöneberg, empfehlen.
Die Einrichtung des Restaurants ist eher schlicht gehalten. Die Speisen dagegen sind wirklich köstlich!

 

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Ich bestellte herrlich scharfen Gurkensalat mit gerösteten Sesamkörnern, Chili und Koriander. Genoss die explizit veganen Dim Sum, gefüllt mit chinesischen Pilzen, Tofu und Schnittlauch.
Und war schließlich von der veganen Variante des Gerichtes “Huhn Bum Bao – Hähnchen in Würfeln mit knackigem Gemüse und gerösteten Cashewkernen (würzig, scharf)“ – die ich selbstverständlich mit Tofu orderte, restlos begeistert.

 

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Von montags bis freitags wird von 12 Uhr bis 15.30 Uhr ein großes chinesisches Buffet mit Vorspeisen, Hauptgerichten und Dessert angeboten.
Chi Chi Kan
Golzstr. 52
10781 Berlin

Speisekarte

Das Raskolnikoff in Dresden

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Meinen Blog starte ich mit einem Bericht über das Raskolnikoff in Dresden. Während des Gespräches mit Neuinhaber und Betreiber Ralf Hiener erfuhr ich von der spannenden Geschichte dieses Restaurants.

Wenn ihr also Zeit und Muße habt, so könnt ihr ein wenig in die spannende Geschichte des Ortes an der Böhmischen Straße 34 eintauchen.

Ganz Eilige scrollen einfach bis zur Überschrift: „ Und wie schmeckt´s nun im Raskolnikoff?“

Meine Begegnung mit dem Restaurant Raskolnikoff begann bereits, als ich ins Taxi am Dresdner Hauptbahnof stieg. Den Fahrer dirigierte ich in die Böhmische Str. 34. Gleich darauf ertönte ein „Ahhhh Sie möchten ins Raskolnikoff …“. Ja das höre ich oft. Aha. Wir steuerten also die Dresdner Neustadt an – dem Szene- und Gründerzeitviertel Dresdens. Hier befinden sich die coolsten Kneipen, die angesagtesten Clubs, Kinos und Cafés. Und eben das Raskolnikoff. Benannt übrigens nach der Romanfigur aus Fjodor Dostojewskis Epos „Schuld und Sühne: Einer Leidensgeschichte des Studenten Rodion Raskolnikow, welcher zum Mörder wird und letztlich daran zerbricht…

Bevor ich jedoch vom heutigen Restaurant Raskolnikoff und seinem neuen Betreiber, Ralf Hiener, berichte, möchte ich einen kurzen Abriss über die interessante Vergangenheit dieses Ortes geben.

Vom Gemüseacker zur Künstlerkneipe

Erbaut wurde das heutige Restaurant als Wohnhaus 1836, mitten im Epizentrum der Böhmischen Gärten. Einem sandhaltigen Gebiet, auf welchem Böhmische Landsleute Gemüse für die gesamte Bevölkerung Dresdens anbauten. So ergab sich die Namensgebung der Böhmischen Straße.

In der 80ger Jahren – zu Zeiten der DDR – zerfiel die Neustadt zusehends. Das Haus an der Böhmischen Straße 34 stand leer und wurde kurzherhand von Künstlern besetzt. Allmählich entwickelte sich dieser Platz zu einem angesagten Künstlertreff, zu einer Institution mit provisorischer Kneipe. Aufgetischt wurde, ganz nach „DDR-Manier“, was gerade verfügbar war. Man erinnere sich nur an die schöne Beschreibung JUS. Was das war? Heute Apfel- und morgen eben Orangensaft.

Zur Wendezeit war dieser Standort zu einem traurigen Elend verkommen. Sogleich sahen findige Stadtplaner an diesem Fleck zweckmäßige Neubauten vor. Die Stadtverwaltung hatte jedoch die Rechnung ohne einen zugezogenen Anwalt und passionierten Kunstliebhaber aus Süddeutschland gemacht. Dieser erwarb das Grundstück und verhinderte so seinen Abriss.

Wiedereröffnung und alte Zöpfe

Nach der Wiedereröffnung 1997 wurde die Anlage mit Vorder – und Hinterhaus von jenem Anwalt mit seiner Frau sukzessive liebevoll restauriert. So blieb auch der rustikale Charme des Vorderhauses, in dem sich das Restaurant und die Bar befinden, bestehen. Die kleine, feine Restaurantkarte bot damals Gerichte „aus allen Himmelsrichtungen“. Ganz nach dem Gusto der Neuinhaber, die begeisterte Weltenbummler und noch größere Genießer waren. Aus dem „Osten“ beispielsweise stammten die noch heute beliebten Raskolnikoff-Klassiker Bortschsch und selbstgemachte Pelmeni. Aus dem „Süden“: Marokkanische Gemüsepfanne. Beliebt war auch die Seeräuberfischsuppe, die noch bis April 2014 auf der Karte stand.
Überdies kam dabei schon immer viel Vegetarisches auf den Teller.
Das Lokal wurde bis Dezember 2013 sehr erfolgreich vom Anwaltsehepaar betrieben.

Ein Wechsel steht an

Ab 1. Januar 2014 übernahm Ralf Hiener das bei den Dresdnern sehr beliebte Restaurant.

Nach und nach wurde das Speisen und Getränkeangebot verfeinert. Die Gästeschar im Lokal ist bis heute bunt gemischt: Ob Student, Tourist, Uniprofessor oder Businesstyp – hier fühlt sich jeder pudelwohl. Die saisonal-regionale Karte des Raskolnikoff bietet köstliche Leckerbissen für jeden Geschmack: Raskolnikoff-Wochenkarte.pdf

Wichtig ist dem Inhaber Ralf Hiener die Transparenz der Bezugsquellen seiner Produkte: So lassen sich alle Zulieferer auf der Speisekarte nachvollziehen. Die Kaffee- und Schokoladenspezialitäten stammen aus einer kleinen Dresdener Rösterei Mrs. Brown. Der Schuss Milch, der die Leckereien verfeinert, stammt von einem Hofladen im sächsischen Torgau. Besonders hervorzuheben ist das wunderbar aromatische „Radebeuler Grünzeugs“, welches auch zu den vegetarischen Gemüsehäckerle gereicht wird. Alle Speisen werden mit Kräutern wie Thymian, Liebstöckel, Lorbeer, verfeinert, die auf der Dachterrasse des Hinterhauses des Raskolnikoff wachsen. Sogar Mangold und auch Schnittknoblauch werden dort selbst gezogen.

Ganz bewusst legt Inhaber Ralf Hiener mit seiner Mannschaft wert auf eine hohe Wertschöpfung, auf eine ausgezeichnete Qualität der Lebensmittel und auf die gesamte Verwendung von Fleisch, Fisch und Gemüse.

Ab November lädt Ralf Hiener übrigens zu abwechslungsreichen und themenbezogenen Kochkursen in sein ausgebautes Kochstudio ein.

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Und wie schmeckt´s nun im Raskolnikoff?

Ralf Hiener war so freundlich, mich in das Raskolnikoff einzuladen, damit ich das wunderbare vegane Speisenangebot des Restaurants verkosten konnte. Und eines vorweg: Ich war schlichtweg begeistert!

Den Auftakt bildete eine Vorspeise, die bereits zu den früheren Künstlertagen auf der Karte stand – ein „Ras-Klassiker“ also: Bortschtsch – mit viel Wurzelgemüse und für mich ohne Schmand. Grundlage dieser fantastisch fruchtig-würzigen, klaren Suppe mit den herrlich bissfesten Rote Beete-Stückchen, bildet ein aromatischer Gemüsefond. Eine Art Basenbrühe aus unter anderem Paprika, gelbe und Bundmöhren, Knollensellerie, Pilzen, Erbsen und Zucchini, die ebenso für die meisten anderen Gerichte auf der Karte eingesetzt wird.

Hervorzuheben ist außerdem das fluffig-weiche Brot mit herrlicher Kruste von der Bäckerei Emoi sowie ein 2012 Spätlese vom Weingut auf den 15 Morgen aus Rheinhessen. Beide Komponenten rundeten meine Vorspeise absolut harmonisch ab.

Als Hauptspeise wählte ich die ausdrücklich als veganes Hauptgericht deklarierte „Gegrillte Polenta mit Hokkaidokürbis – abgerundet mit einer leichten Muskat-Pfeffer-Note – grünem Gemüse und feuriger Tomatensalsa“. Als Weinbegleitung wählte ich erneut den Chardonnay.

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Außen knusprig und innen würzig und zart. So muss Polenta schmecken. Ein herrliches Gefühl auf der Zunge. Mich begeisterte besonders der unerwartete Hauch einer Olivenöl-Basilikum-Spur, die filigran auf den Teller gestrichen war. Zusammen genossen mit den Hokkaidokürbis-Streifen – einfach ein Gedicht!

Und auch der sehr nette und unaufdringliche Service hat mich außerordentlich begeistert.

Sehr zu empfehlen sind darüber hinaus die liebevoll eingerichteten Pensionszimmer, die auch aufgrund der sehr zentralen Lage in der quirligen Dresdener Neustadt fast durchgehend ausgebucht sind.

Lieben Dank, Ralf Hiener für diesen genussvollen Abend!

Meine Empfehlung also kann nur lauten: Wenn ihr mal in Dresden seid – besucht das Raskolnikoff. Hier werden bodenständige, rustikale Gerichte auf wirklich feinem Niveau in einer lockeren und angenehmen Umgebung serviert! Der ideale Ausgangspunkt, um anschließend das quirlige Treiben in der Dresdener Neustadt zu erkunden!

Restaurant Raskolnikoff
Böhmische Straße 34
01099 Dresden

www.raskolnikoff.de